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Der Wein
Mit dem Fonterenza Rosso di Montalcino Alberello 2021 empfehle ich dir einen Sangiovese, der biodynamisch angebaut wird und dessen Ausbau sich zwischen Holz und Tank aufteilt. Hier liegt das Interesse ebenso in den präzisen önologischen Entscheidungen wie in einem Profil, das als fruchtig, würzig und mittelkräftig angekündigt wird. Die Quellen beschreiben keine besonderen Aromen: Ich ziehe es vor, dir verlässliche Anhaltspunkte zu geben, statt dir am Geruch etwas vorzugaukeln.
Der Wein wird von Fonterenza hergestellt, einem Weingut, das von den Zwillingsschwestern Margherita und Francesca Padovani aus Mailand gegründet wurde und von ihnen geleitet wird. Der Weinberg umfasst vier Hektar und wird biodynamisch bewirtschaftet; der ökologische Landbau ist ebenfalls bestätigt. Die Parzellen für diese Cuvée liegen auf Mergelböden mit Quarz und sind nach Osten und Nordosten exponiert. Der Wein ist ein Sortenwein aus Sangiovese des Jahrgangs 2021. Obwohl der Name auf Rosso di Montalcino verweist, lautet die für diese Flasche angegebene Herkunftsbezeichnung IGT Toscana.
Die Lese erfolgt von Hand. Im Keller werden die Trauben entrappt und vergären dann in Edelstahltanks mit indigenen Hefen. Die Mazeration mit den Schalen dauert fünfzehn bis zwanzig Tage. Anschließend folgt ein Ausbau von etwa vierundzwanzig Monaten: elf Monate in slawonischen Eichenfässern, danach dreizehn Monate im Edelstahltank. Dieser Wechsel zwischen Holz und Stahl begleitet den Wein, ohne dass die Quellen bestimmte Holznoten oder Fruchtnoten genauer benennen. Die Abfüllung erfolgt ohne Filtration und ohne Klärung; daher kann sich ein Depot bilden. Erstmals 2015 aus einer kleinen, getrennt vinifizierten Parzelle erzeugt, steht diese Cuvée für die Arbeit von Fonterenza an traditionellen Weinen und frischeren, fruchtigeren Ausdrucksformen.
Die Verkostungsmerkmale ordnen den Wein auf der Skala fruchtig-würzig mit sechs von neun ein, zwischen Jugend und Fassausbau mit vier von neun und beim Körper mit sechs von neun. Dies sind Stilangaben, keine Liste garantierter Empfindungen: Sie zeichnen einen Rotwein, in dem die Frucht präsent bleibt, mit einer maßvollen Würze und einer gewissen Fülle. Zum Servieren würde ich den vorgeschlagenen Begleitungen zu rotem Fleisch oder Wild folgen. Du kannst ihn zu einem großzügigen Essen öffnen und ihm Zeit geben, sich im Glas zu entfalten; falls ein leichtes Depot vorhanden ist, bewege die Flasche behutsam. So lernst du auf einfache Weise einen Sangiovese aus Montalcino kennen, dessen Persönlichkeit auf dem Terroir, der biodynamischen Arbeit und einer Vinifikation ohne überflüssige Kunstgriffe beruht.
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