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Der Wein
In diesem Rosso di Montalcino stammt der Sangiovese aus einem kleinen Weinberg mit lehmig-kalkhaltigem Boden im Südosten von Montalcino und reift anschließend zwölf Monate in großen Eichenbehältern. Ich empfehle ihn allen, die einen Rotwein aus der Toskana mit Charakter suchen, ohne dass die verfügbaren Informationen jede Nuance im Glas beschreiben wollen. Sein angegebenes Profil liegt irgendwo zwischen Frucht und Gewürzen, mit mittlerer Struktur und einem spürbaren, aber maßvollen Ausbau.
Die Geschichte von Palazzo beginnt 1983, als Cosimo Loia das Anwesen erwirbt, das den Familiennamen seiner Ehefrau Antoneinette Palazzo trägt. Das Weingut liegt in ländlicher Umgebung im Südosten von Montalcino in der Toskana, und die Familie Loia-Palazzo verfolgt dort ihr önologisches Projekt. Dieser Rosso gehört zur DOC Rosso di Montalcino und wird aus Sangiovese gekeltert, der zentralen Rebsorte dieser Cuvée ebenso wie der regionalen Identität.
Die Trauben stammen von einer drei Hektar großen Parzelle in 320 Metern Höhe, mit tonhaltigen und kalkreichen Böden. Das Weingut gibt an, mit biologischen Düngemitteln und Pflanzenschutzmitteln gegen Schädlinge zu arbeiten. Bei der Reife werden die Trauben von Hand in Kisten gelesen, wobei die Selektion direkt im Weinberg erfolgt. Im Keller findet die Gärung in Edelstahltanks mit 30 bis 40 Hektolitern statt, mit einer Mazeration von 15 bis 18 Tagen bei kontrollierter Temperatur von etwa 30 °C. Danach reift der Wein vor der Abfüllung etwa zwölf Monate in slawonischen Eichenfässern mit 20 bis 25 Hektolitern.
Zur Verkostung bleiben die Angaben bewusst allgemein: Die verfügbare Beschreibung spricht von einem lebendigen und komplexen Wein, ohne Aromen oder Farbe im Einzelnen aufzuführen. Ich verzichte daher darauf, ihm konkrete Noten von Kirsche, Veilchen oder bestimmten Gewürzen zuzuschreiben, die nicht belegt sind. Das kommunizierte Profil ordnet ihn in der Mitte einer Skala zwischen fruchtig und würzig-vinös ein, eher auf der Seite eines jungen Weins als eines ausgeprägt holzbetonten. Seine Struktur wird zudem als mittel angegeben: ein nützlicher Anhaltspunkt, wenn du einen präsenten Rotwein zu Tisch möchtest, ohne überbordende Kraft zu erwarten. James Suckling hat ihm außerdem 91/100 Punkte verliehen.
Ich würde diesen Palazzo zu rotem Fleisch servieren, eine Kombination, die für Wein empfohlen wird und dem Sangiovese am Tisch einen natürlichen Platz lässt. Du kannst ihn für ein Essen wählen, bei dem der Wein das Gericht begleitet, statt es zu dominieren: Seine Reifung in großen Gebinden und sein ausgewogenes Profil machen ihn zu einer stimmigen Wahl für eine kräftige Küche. Serviere ihn bei einem ruhigen Abendessen, nimm dir die Zeit, ihn zu probieren, und bilde dir deine eigene Meinung zu seinen Nuancen. Wenn du die Rotweine aus Montalcino schätzt und eine Cuvée aus einem Familienweingut entdecken möchtest, verdient dieser 2023er einen Platz auf deinem Tisch.
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