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Der Wein
Ich entscheide mich für diesen Rotwein von Pàcina wegen seiner offen angekündigten Ausdruckskraft: ein Sangiovese aus der Toskana, der als Naturwein vorgestellt wird und lange in Eichenfässern ausgebaut wurde. Der Jahrgang 2018 und seine vierundzwanzig Monate im Holzfass machen ihn zu einem Wein, den man beim Essen erkunden sollte, statt ihn nach dem Versprechen von Aromen auszuwählen, die die verfügbaren Angaben nicht näher beschreiben.
Der Pàcina Rosso Toscana 2018 ist der IGP Toscana zugeordnet. Die vorliegenden Informationen verorten den Wein in der Toskana, beschreiben aber weder die Gemeinde noch die Parzellen oder die Geschichte des Weinguts. Ich halte mich lieber an diese Eckdaten, als ihm ein genaueres Terroir zuzuschreiben. Die angegebene Rebsorte ist der Sangiovese, eine für die Region typische Sorte, hier in einem Rotwein der Linie Toscana.
Der Wein wird als naturbelassen beschrieben und vierundzwanzig Monate lang in Eichenbarriques ausgebaut. Das ist der greifbarste Zug seiner Herstellung und ein hilfreiches Merkmal zu seiner Einordnung: Das angekündigte Profil liegt zwischen fruchtig und würzig sowie zwischen jung und vom Fass geprägt. Seine Struktur wird auf der Skala von leicht bis kräftig mit sechs von neun bewertet, was am Gaumen eine etwas deutlichere Präsenz als leicht nahelegt, ohne ihn als besonders kraftvollen Wein darzustellen.
Die verfügbaren Angaben beschreiben die Farbe nicht über die Kategorie Rot hinaus, ebenso wenig die genauen Nasen- oder Geschmacksaromen. Ich werde ihm daher keine Noten von Kirsche, Gewürzen oder Holz zuschreiben. Die Stilangaben zeichnen eher ein Gleichgewicht: Frucht und Würze liegen in der Mitte der Skala, ebenso Jugendlichkeit und Fasseinfluss. Wer bewusst auswählen möchte, wird durch diese Zurückhaltung der Angaben eingeladen, die Flasche ohne ein detailliertes Aromenporträt zu öffnen.
Die vorgeschlagenen Speisenbegleitungen sind schlicht und stimmig: Wurstwaren, gereifter Käse und rotes Fleisch. Ich würde ihn gern zu einem Essen servieren, bei dem diese Produkte ihren Platz haben, und das Gericht die Verkostung leiten lassen, statt nach einer spektakulären Kombination zu suchen. Ein Teller mit Wurst und gereiftem Käse passt zu einer entspannten Tafel; ein Stück rotes Fleisch eignet sich für einen festlicheren Anlass. Wenn du Sangiovese-Rotweine aus dem Holzfass schätzt, kann der Pàcina 2018 eine Flasche sein, die man langsam und neugierig öffnet, im Bewusstsein, dass sein genaues Profil nur wenig dokumentiert ist.
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