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Die verborgene Toskana

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Wer sind die Butteri in der Toskana?

Die butteri sind berittene Hirten der Maremma, im Süden der Toskana und bis in den Norden Latiums. Im Singular sagt man ein Buttero. Ihr Beruf bestand darin, Rinder zu beaufsichtigen, zu verlegen und zusammenzutreiben — oft der Rasse maremmana — auf weitläufigen Weiden, sich außerdem um die Pferde zu kümmern. Das Maremmano-Pferd war ihr Arbeitsross. Bei den Zusammenführungen konnten sie auch helfen, die Tiere zu sortieren und zu brandmarken.

Sie sind also nicht nur eine folkloristische Figur: Der Beruf existiert noch heute, auch wenn er durch die Mechanisierung und die Entwicklung der Viehzucht viel seltener geworden ist. In der Tenuta di Alberese, bei Grosseto, arbeiten noch immer Butteri mit den Herden. Du kannst auch bei manchen Veranstaltungen in der Maremma Vorführungen sehen, aber das sind Darbietungen von Handgriffen und Können, nicht unbedingt das Abbild eines gewöhnlichen Arbeitstages. Wenn du einer beiwohnst, siehst du vor allem die Beziehung zwischen Reiter, Pferd und Vieh — eine anspruchsvolle Praxis, kein bloßer Umzug in Kostüm.

Diese Tradition erzählt genauso von der Maremma wie von ihren Bewohnern: ein schöner roter Faden, um die Region jenseits der Postkartenmotive zu entdecken.

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