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Der Wein
In diesem Rotwein aus der Toskana trifft Sangiovese auf Merlot: zwei Rebsorten, ein gemeinsamer Ursprung und ein Ausbau im Eichenfass, der den Wein begleitet, ohne den Ort vergessen zu lassen. Mir gefällt auch, was seine Geschichte erzählt: die Geschichte einer Familie, die lange an die lokalen Kellereien lieferte und ab den 1960er-Jahren beschloss, ihre eigenen Flaschen in den Vordergrund zu stellen. Der Jahrgang 2025 stammt aus ökologischem Anbau.
Fattoria di Rodano liegt in der Nähe von Castellina in Chianti, im Herzen der Toskana. Das Weingut mit mittelalterlichen Ursprüngen erstreckt sich entlang einer Straße, die das Elsatal mit der Gemeinde verbindet, und folgt einem Teil der Via Francigena, des alten Pilgerwegs nach Rom. Die Reben wachsen auf den Hügeln in 200 bis 300 Metern Höhe im westlichen Teil der klassischen Chianti-Zone. Die Quelle beschreibt hier ein mildes, gemäßigtes Klima, ohne die Bodenbeschaffenheit zu nennen: Ich halte mich lieber an diese konkreten Anhaltspunkte.
Die Familie Pozzesi steht seit dem 16. Jahrhundert an der Spitze des Weinguts. In den 1960er-Jahren begann sie, ihren eigenen Wein abzufüllen, anstatt den Großteil ihrer Produktion an die Kellereien der Nachbarschaft abzugeben. Enrico Pozzesi leitet heute das Unternehmen, nachdem sein Vater Vittorio 2012 verstorben ist. Für diesen Poggialupi verbindet die Cuvée 70 % Sangiovese und 30 % Merlot. Die Trauben, von Hand in biologisch bewirtschafteten Weinbergen gelesen, werden vor einer Vinifikation mit indigenen Hefen sorgfältig selektiert. Die beiden Rebsorten mazerieren getrennt: zwanzig Tage für den Sangiovese, zehn für den Merlot. Anschließend wird der Wein in Eichenfässern ausgebaut; das Datenblatt nennt acht Monate, während die allgemeine Beschreibung des Ausbaus eine Dauer von acht bis zwölf Monaten angibt.
Die Quellen liefern keine detaillierten Angaben zu Farbe, Aromen oder Geschmack: Deshalb werde ich kein Fruchtbouquet oder eine genaue Textur erfinden. Sie ordnen den Wein jedoch zwischen mehreren Stilskalen ein: Frucht und Würze werden beide mit 5 von 9 bewertet, der Holzeinfluss mit 5 von 9 und der Körper mit 6 von 9. Diese Angaben zeichnen das angekündigte Profil, ohne eine Verkostung ersetzen zu wollen. So kannst du ihn als Rotwein mittlerer bis kräftiger Struktur betrachten, bei dem Frucht, Gewürze und Ausbau als relativ ausgewogen dargestellt werden.
Zu Tisch würde ich ihn zu hellem Fleisch, Aufschnitt, Pasta oder rotem Fleisch servieren, die für diesen Wein empfohlenen Begleitungen. Ein üppiges Nudelgericht oder ein Teller mit Aufschnitt lassen ihn sich unkompliziert genießen, während rotes Fleisch ihn zu einem gehaltvolleren Begleiter der Mahlzeit macht. Das Datenblatt ordnet ihn als IGP Toscana ein: ein nützlicher Anhaltspunkt, um seine Herkunft einzuordnen, ohne ihn mit einer Chianti-Appellation zu verwechseln. Wenn du Lust auf einen biologischen Rotwein hast, der mit einer Familiengeschichte und einem genau bestimmten Terroir verbunden ist, verdient der Poggialupi 2025 einen Platz auf deinem Tisch.
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